Husten: Welche Bedeutung haben Leitlinienempfehlungen?

Vor kurzen veröffentlichte die Dt. Ges. für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) ihre neue S2k-Leitlinie, welche sich primär an Lungenfachärzte richtet. In ihr steht geschrieben, dass die Frage nach einem trockenen oder verschleimten Husten für die Praxis nicht so relevant sei wie die Hustendauer. Beide Fakten hängen ohnehin zusammen. Welche Bedeutung hat diese Feststellung für die Beratungspraxis in der Apotheke?

Kommentare (1)

  • Silvia
    am 15.12.2019
    In erster Linie geht es bei dieser Fragestellung ja darum, abzuklären, ob wir den Kunden zum Arzt schicken sollten und/oder ob es sich bei dem Husten um eine Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten wie ACE Hemmer handelt. Erfahrungsgemäß berate ich fast ausschließlich alle Kunden dahin, dass sie tagsüber einen Entzündungshemmer (Bronchipret, Gelomyrtol forte, Umcaloabo) UND Ambroxol nehhmen, was zusätzlich die Schleimlösung der pflanzlichen Hustenmittel deutlich unterstützt. Das alles gerne in Tropfenform, da so dem Kunden das Gefühl gegeben wird, dass sich etwas schützend auf die Hustenrezeptoren legt. Für die plötzlichen Hustenattacken gebe ich Pastillen mit Eibisch Moss, Isländisch Moos o.ä.ab.
    Zur Nacht wünschen fast alle Kunden etwas synthetisches wíe Dextrometorphan. Natürlich nach Abklärung aller W- Fragen.
    Deshalb ist es für mich irrelevant, ob der Husten trocken oder verschleimt ist.

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